Schlagwort: psyche

Metamorphische Methode nach St. John


In den sechziger Jahren arbeitete der englische Heiler und Therapeut Robert St. John vor allem mit Fußreflexzonenmassage. Er war beseelt von seinem Wunsch, seinen hilfesuchenden Mitmenschen auf einer ganzheitlichen Ebene beistehen zu können.

Dabei entdeckte er, dass das Resultat seiner Arbeit genauso wirkungsvoll war, wenn er nur die Reflexzonen der Wirbelsäule behandelte.

Die Wirbelsäule ist die Hauptknochenstütze unseres Körpers und sehr eng mit dem zentralen Nervensystem verbunden. Kein Teil der Körperfunktionen ist von den anderen Teilen getrennt. Körper, Seele und Geist bilden eine Einheit. Alle Aspekte der Persönlichkeit sind in der Wirbelsäule gespeichert und auch abrufbar.

Die Methode von Robert St. John basiert also auf der in der Reflexzonentherapie üblichen Annahme, dass die innere Wölbung des Fußes mit ihren Reflexpunkten der Wirbelsäule und ihren Reflexzonen entspricht. Er ergänzte diese Grundlage mit der Theorie, dass sich in der Wölbung des Fußes auch die vorgeburtliche (pränatale) Zeitspanne von der Empfängnis bis zur Geburt widerspiegelt und hier auch Energieblockaden aus der Zeit der Schwangerschaft festgehalten werden. In den neun Monaten vor unserer Geburt bilden sich demnach Energiemuster, die später großen Einfluss auf unsere Entwicklung haben. Bilden sich Stress-Muster, so können sich diese in Form von Blockaden, Ängsten und gesundheitlichen Störungen auswirken.

Viele Leiden, die sich über die Reflexzonen der Füße zeigen, spiegeln auch eine Blockade in der entsprechenden Reflexzone der Wirbelsäule wider.

Durch Behandlung dieser Reflexzonen können solche Blockaden, die auch beim Erwachsenen weiterwirken, aufgelöst werden. Aus dieser Grundlage heraus entstand der ursprüngliche Name dieser Methode: „Pränatale Therapie“. Später wurde dieser Name durch die Bezeichnung Metamorphose oder Metamorphosis abgelöst, was auf die Veränderungen hinweist, die mit Metamorphose auf körperlichem und seelischem Bereich erzielt werden können.

„Die Reise von tausend Meilen beginnt dort, wo deine Füße stehen.“ Tao Te King

Wir schenken unseren Füßen nur sehr wenig Beachtung. Und doch tragen sie uns tagein tagaus durch unser Leben. Vom Becken abwärts wird unsere Bewegung im körperlichen und im psychologischen Sinn dargestellt. Unsere Oberschenkel, die Knie, die Waden und die Fußknöchel, ebenso wie die Füße haben aber dennoch große Bedeutung für unser Leben:

Körperlich gesehen ist das Becken der Bereich von Geburt. Die Aktivität des Beckens schleudert ein neues Leben sozusagen ins Dasein. Auf psychologischer Ebene ist das Becken ein Bereich, in dem wir uns selbst zur Welt bringen, wo wir alte Muster und Abläufe loslassen können und auch in neue Gebiete vordringen. Aus dieser Schöpfungsbewegung heraus läuft Bewegung hinunter bis in unsere Füße.

Wenn wir gehen, dann bewegen sich unsere Füße zuerst nach vorne.

Wie wir uns in der Welt bewegen und wie ausgeglichen wir sind, das können wir aus unseren Füßen erkennen.
Starrheit und Unbeugsamkeit zeigt uns ein Fuß oft dadurch, dass er unbeweglich und schwer ist.
Ein Fuß, der eher schwach und unpersönlich auf uns wirkt, deutet eine schüchterne Person an, aber auch, dass dieser Mensch möglicherweise am Rande eines körperlichen oder nervlichen Zusammenbruchs steht.
Steht jemand grundsätzlich so da, dass seine Füße immer in zwei verschiedene Richtungen weisen, so könnte das darauf hinweisen, dass der Mensch sich über seine Richtung im Leben nicht oder noch nicht im klaren ist, dass er (noch) nicht weiß, welchen Lebensweg er einschlagen soll.

Viele unserer Sprichwörter haben mit den Füßen zu tun: „..beide Füße fest auf dem Boden haben“, „einen Fuß vor den anderen setzen“, usw. Diese Sprichwörter zielen auf unser Verhältnis zur Wirklichkeit ab. Zu „wissen, wo man steht“ bedeutet, sich der Stellung im Leben bewusst zu sein.

Unsere Füße sind unser Fundament, sie stellen gewissermaßen unsere Wurzeln dar.

Die Wirbelsäule enthält das zentrale Nervensystem. Sie ist gleichzeitig die knöcherne Hauptstütze unseres Körpers.

Robert St. John stellte fest, dass es bei seiner Arbeit an den Reflexzonen des Fußes zu psychologischen Effekten kam. Er bemerkte z.B. während der Arbeit im Fersenbereich, dass seine Patienten Assoziationen hatten, die dem (von ihm so genannten) Mutter-Prinzip entsprachen.

Bei Blockaden und Unausgeglichenheiten in diesem Bereich konnten entweder Schwierigkeiten in Beziehung zur Mutter zum Tragen. Gleichermaßen stecken hier auch die eigenen nährenden, umsorgenden und empfangenden Eigenschaften. Auch Probleme mit dem Geerdet-Sein, mit dem Bezug zur Wirklichkeit können vorliegen.

Was es sonst noch mit dieser äußerst sanften Therapie-Form auf sich hat, können Sie auch in einem meiner Kurse zum Thema lernen. Gerade eben hat einer in Reichenau/Rax stattgefunden – der nächste wird im kommenden Frühjahr abgehalten, eventuell auch in Grafenstein/Kärnten…

Sind Sie daran interessiert, kontaktieren Sie mich bitte oder werfen Sie regelmäßig einen Blick auf die Seminarseite unserer Homepage.

 

Aromatologie – was ist das??

Aromatologie ist genaugenommen die Lehre der Aromastoffe. Sie beinhaltet vor allem

  • alles, was man zu ätherischen Ölen wissen sollte (Wirkung, Indikationen, Kontraindikationen, Inhaltsstoffe)
  • Informationen zu Pflanzenölen als Trägersubstanzen für ätherische Öle
  • Hydrolate und ihre Anwendungsmöglichkeiten
  • Botanik, Signaturen
  • Biochemie der ätherischen Öle und Pflanzenöle, aber auch Pflanzeninhaltsstoffe allgemein
  • und was man mit diesem Wissen genaugenommen machen kann.

 

Besucht man eine Ausbildung zum/zur ärztlich geprüften Aromatologen/in, so lernt man viel zu den oben angeführten Themen, ergänzt durch

  • Anatomie und Physiologie (dieses Wissen ermöglicht ein besseres Verständnis für die Wege der ätherischen Öle in den Körper und die Auswirkungen auf den Körper und die Psyche)
  • Ätherische Öle und Psyche (Wie beeinflussen Düfte unsere Psyche, können sie Ängste lindern? Helfen sie bei Demenz? Wie wirken sie bei Stress und psychosomatischen Erkrankungen?)
  • Ätherische Öle in der Schwangerschaft, bei der Geburt und in der Säuglings- und Kinderpflege
  • Und wie ist das mit Düften in der Alten- und Palliativpflege?
  • Natürlich gehören auch vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis dazu: Aromastreichungen, rhythmische Aromamassage nach Martin Henglein, Aromawickel, Aromabäder, Raumbeduftung etc.
  • Naturkosmetik mit ätherischen Ölen und nativen Pflanzenölen darf dabei natürlich auch nicht fehlen…
  • Besonderer Augenmerk wird auch auf die Möglichkeiten der Aromapflege für Gesunde und Kranke gelegt
  • und – last but not least – natürlich ist auch Management und Recht ein wichtiger Bestandteil, will man eine eigene Aromapraxis eröffnen oder in Pflegeeinrichtungen Aromapflege ausführen.

Ohne Lernen zu Hause geht leider gar nichts: zum besseren Verständnis gibt es natürlich Studienbriefe zu jedem Modul. Selbststudium kann aber die Anwesenheit im Kurs nicht ersetzen!

Wollen Sie mehr wissen? Dann schauen Sie doch einmal auf unserer Seite mit dem Ausbildungsprogramm vorbei!

Was können Affirmationen bewirken?

Was ist eine Affirmation?

Als Affirmation bezeichnet man einen Schlüsselsatz, der positiv und bejahend ist. Durch eine Affirmation wird der Geist auf positives Denken programmiert.

Wenn uns ein Statement vertraut ist, wird es durch die linke Gehirnhälfte nicht mehr analysiert, sondern es wandert automatisch in die rechte Gehirnhälfte weiter. Hier wird es – ohne daß man es hinterfragen muß – akzeptiert. Dadurch entsteht ein positives Gefühl.

Unsere rechte Gehirnhälfte steht für Intuition, Gefühl, Phantasie und „arbeitet“ im Bereich der Alpha-Wellen. Die linke Gehirnhälfte steht für logisches Denken, Sprechen, Schreiben und „arbeitet“ mit Beta-Wellen. Alpha- und Beta-Wellen sind elektrische Muster: Alpha-Wellen agieren langsam, sie stehen auch für Entspannung. Beta-Wellen hingegen sind rasch, aktiv, reflektiv und stehen für das Handeln.

Ängste können sich auflösen und Selbstbewußtsein kann entstehen, wenn wir mit Affirmationen arbeiten.

Erhält man eine Affirmation in Kombination mit einer Anwendung ätherischer Öle, so bildet sich in unserem Bewußtsein eine Verbindung zu dem entsprechenden Öl bzw. der Ölemischung und ich kann bei jeder Anwendung mit diesem Öl positives Energiepotential für mich annehmen.

Da ätherische Öle – wie wir ja wissen – besonders auf unsere Stimmungen Einfluß nehmen, kann man diese Möglichkeiten nutzen, um negative Stimmungsmuster aufzulösen. Wichtig ist dabei allerdings, daß man auf die Befindlichkeit dessen Rücksicht nimmt, mit dem man auf dieser Ebene arbeiten möchte.

Bilder, Sätze und Düfte können so wunderbar kombiniert werden und tragen zu einer Verbesserung des Befindens vielfach bei.

Und so möchte ich Euch für dieses Wochenende eine Affirmation aus Bild, Wort und (leider fiktivem) Maiglöckchen-Duft übersenden:

Wenn Steine in Deinem Weg liegen, steige darüber hinweg…

Dufte Düfte

Wenn wir atmen, riechen wir.

Die beiden Nasenhöhlen sind durch die Nasenscheidewand (Septum) voneinander getrennt. Jede Nasenhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet, die vor allem zum Erwärmen,  Befeuchten und Reinigen der Atemluft dient. In jeder Nasenhöhle liegen drei muschelartige Gebilde übereinander, um möglichst viele Geruchseindrücke aufnehmen zu können. Das oberste muschelartige Gebilde – es liegt ganz unter dem Nasendach – beinhaltet die Riechsinnszellen. Diese Riechschleimhaut ist beim Menschen beidseitig der Nase jeweils so groß wie eine Euromünze.  Auf diesen ca. 20-30 Millionen Zellen sitzen jeweils Büschel mit ca. 6 – 8 Flimmerhärchen, die auf ihrer Oberseite Rezeptoren tragen. In jeden dieser Rezeptoren passen bestimmte Duftmoleküle hinein. Hier liegt das Zentralnervensystem offen (die einzige Stelle im Körper, wo das so ist.).  Von dort geht es weiter über die Rezeptoren durch die Siebbeinplatte zum Riechbeinkolben. Durch chemische und elektrische Reize werden die Duftmoleküle ins Limbische System weitergeleitet.

Das Limbische System

Unser Limbisches System ist erstaunlicherweise in der Lage, auch wenn wir „nur“ 350 verschiedene Riechrezeptoren haben, mehrere Tausend fremde Moleküle voneinander zu differenzieren. Die maximale Empfindlichkeit einer einzelnen Riechzelle ist in der Lage, nur einige wenige Duftstoffmoleküle zu erkennen. Daher haben sich in unserem Riechorgan unglaubliche 30 Millionen (!) davon entwickelt.

Die Wirkung der Düfte

Die Wirkung der Düfte kann mit Hilfe des EEG’s (Elektro-Enzephalogramms) aufgrund der Reaktionen des Gehirns dargestellt werden. Manche Düfte wirken entspannend und fördern die Alpha-Wellen des Gehirns, einige andere wirken anregend und fördern die Beta-Wellen.

Je nach der Intensität der jeweiligen Düfte werden Botenstoffe und Hormone zur Bildung angeregt.

Einen großen Einfluß auf die Wahrnehmung der Düfte hat der Kalziumgehalt der Nasenschleimhaut. Ist die Kalziumkonzentration niedrig, werden die ätherischen Öle intensiver gerochen, viel Kalzium blockiert den Riechkanal und die Öle werden kaum wahrgenommen. „Diesem Mechanismus und der Fähigkeit, dass Kalzium diesen Kanal blockieren kann, ist auch dem Phänomen der Adaption zuzuschreiben. Wir nehmen einen Geruch in einem Raum, egal ob angenehm oder übel, nur für kurze Zeit, circa sieben bis zehn Minuten wahr und riechen ihn danach nicht mehr.[1]

Der Schleim auf der Riechschleimhaut besteht vor allem aus einer hochgesättigten Lösung von speziellen Proteinen. Die olfaktorischen Bindeproteine, so vermutet man, sind wahrscheinlich am Transport der Duftstoffe zu den Sinneszellen mit beteiligt. Diese über 100 verschiedenen Bindeproteine passen jeweils zu einer bestimmten Gruppe von Duftstoffen. Der Schleimfilm erneuert sich in der Regel etwa einmal monatlich.

Sobald jedoch durch z.B. eine Erkältung der Nasenschleim verändert wird, werden im Zuviel des Schleims die Sinneseindrücke nahezu „begraben“. Ist die Nase zu trocken, so verkrustet das Naseninnere. D.h. nur dann, wenn unsere Nase gerade „richtig“ feucht ist, können wir optimal Düfte erschnuppern.

Erinnerungen

Unser Gehirn wird nun aufgefordert, den Duft mit einem Erlebnis, einer Erinnerung, einem Gegenstand in Verbindung zu bringen. Wir lernen, wenn wir nur einen Teil eines Geruchs erschnuppern können, mit der Erinnerung den Rest des Geruchs zu ergänzen.


[1] Ingeborg Stadelmann, 2001, S.30

 

Duftes Feng Shui?

Feng Shui und Aromakultur

Im Laufe der letzten Jahrhunderte hat der Mensch in Europa seinen primären Aufenthaltsraum von außen nach innen verlegt. Lag unser Lebensraum früher zwischen Wälder und Wiesen, zwischen Bergen und Gewässern, zwischen Himmel und Erde, so erstreckt sich der Aufenthaltsbereich heute vor allem auf Boden, Wand und Decke. Menschen der früheren Zeiten haben sich lediglich zur Ruhe und Entspannung in die Räume ihrer Häuser zurückgezogen. Heute verlassen wir einen Raum üblicherweise nur, um uns mittels eines beweglichen Raumes (Auto, Bus, Bahn …) in den nächsten Raum zu begeben.

Es ist für uns also von großer Bedeutung, diese Räume mit Bedacht einzurichten, um uns darin wohl zu fühlen.

Die richtige Kombination von Raumgestaltung, Farbe, Licht und Duft  kann die Lebensqualität um ein Vielfaches erhöhen. In der praktischen Umsetzung hat sich erwiesen, dass ein ganzheitlicher Ansatz der Lebensraumberatung nach Feng Shui in der Anwendung ätherischer Öle einen kongenialen Partner gefunden hat.

Duftlampen, Duftsteine und Raumsprays sind seit vielen Jahren aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Viele große Unternehmen setzen heute bereits auf die positive Wirkung der Raumbeduftung. Wie wir wissen, werden Düfte gerne zur Verkaufsförderung eingesetzt. Duftmarketing erhält eine immer stärkere Bedeutung in diesem Bereich.

Wie bringt man nun Feng Shui und Aromatherapie unter einen Hut?

Zum Einstieg eine kurze Erklärung von Feng Shui:

Wir haben es hier nicht nur mit einem Raumkonzept sondern vielmehr mit einer Lebensanschauung, einem Lebenskonzept zu tun. Feng Shui arbeitet mit vielen Komponenten. Hier einige davon:

  • Yin  und Yang (das weibliche und das männliche Prinzip)
  • Licht und Schatten
  • Farbe
  • Materialien
  • Umfeld
  • Persönlichkeitsstruktur
  • dem Setzen von „Ankern“ als Hilfsmittel
  • räumlichen Verhältnissen und Strukturen

Der erste Arbeitsschritt einer ganzheitlichen Beratung ist es, sich ein Bild von der Umgebung eines Hauses, von seiner Lage und Ausrichtung und den Lichtverhältnissen zu machen. Ein zweiter Schritt liegt in der intensiven Auseinandersetzung mit den Personen, die die Räume bewohnen bzw. in den Räumlichkeiten ihre Arbeit verrichten.

Aus diesem zweiten Schritt heraus erarbeitet man nun Persönlichkeitsprofile, Vorlieben für Farben, Materialien und Düften.

Feng Shui gliedert den Wohnbereich, den Arbeitsbereich in einzelne Zonen, die Bagua-Zonen. Diese Abschnitte entsprechen jeweils z.B.

  • Lebensabschnitten
  • Jahreszeiten, Tageszeiten
  • Emotionen
  • Elementen
  • Farben
  • Körperregionen

und es sind ihnen die dazugehörigen Qualitäten und Materialien zugeordnet. Im Gegensatz zu den vier Elementen der westlichen Welt (Erde, Feuer, Wasser, Luft) haben wir es im Feng Shui mit fünf Elementen zu tun, nämlich Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.

Bezieht sich die Beratung auf ein bereits bestehendes Haus (was sehr häufig der Fall ist), so kann man sagen, dass das jeweilige Haus mit dem Bewohner immer in Resonanz steht. Die Wohnung ist demnach ein magischer Spiegel, der uns erlaubt, Veränderungen vorzunehmen, die sich letztlich auf der Analogieebene auswirken. [1]

Das bedeutet – einfach gesagt – wenn ich meine Wohnung verändere, verändere ich auch mich selbst.

Der passende Duft und seine Rolle im Raum

Und hier setzen wir auch mit unseren „Duftüberlegungen“ ein: verändert sich der Duft meiner Umgebung, so hat das maßgebliche Veränderungen meiner Gefühlslage zur Folge. (Schon in den 1930er Jahren wurde in verschiedenen Studien in Italien zur Wirkung ätherischer Öle und Essenzen auf die Psyche veröffentlicht.)

Bei der ganzheitlichen Lebensraumberatung nach Feng Shui wird, im Zuge eines zweiten Schrittes, versucht, die Duftvorlieben und Duftabneigungen der Bewohner herauszufinden. Nicht immer ein einfaches Unterfangen, denn es sollen ja schlußendlich alle Beteiligten glücklich und zufrieden sein. Die Duftkomposition kann und soll nun in den verschiedenen Lebensbereichen unterstützen, aber auch als „Anker“ (Erinnerungsstütze) dienen. Vor allem geht es aber auch darum, das allgemeine Befinden der Raumbenutzer zu verbessern, die Qualität des Umfeldes zu erhöhen.

„Es gibt nichts Unveränderliches, sondern nur einen endlosen Strom sich wandelnder Kräfte.“ (Chinesische Weisheit)  Mehr zu diesem Thema gibt es bei meinem Vortrag auf den Salzburger Wohntagen am 3.3.2012…

(Einen Artikel zu diesem Thema finden Sie auch im ForumEssenzia-Heft Nr. 37/2011.)


[1] Brönnle St., „Das Haus als Spiegel der Seele“, Neue Erde Verlag, 2007

Sonnenschein

Wie sehr wünschen wir uns im Winter doch solche strahlenden Sonnentage wie es heute einer ist!

Alles in mir drängt „Hinaus, hinaus“ und Frühlingsgefühle erblühen. Und ich hab mich für die langen, finsteren Tage mit ein paar Blümchen belohnt: kleine weiße Rauchfangkehrerleins (= Traubenhyazinthen), dick gefüllte Tulpen und gelbe Tacetten haben einen neuen Platz in einer ausgedienten Suppenschüssel gefunden…

 

…und natürlich dürfen Tulpen auch in den anderen Räumen nicht fehlen – richtiges Frühlingsfeeling eben!

 

Und um dieses Frühlingsgefühl noch zu toppen, hier noch ein bissl was Informatives für alle jene, die sich mit Aromapflege, Aromawellness oder Aromatherapie beschäftigen:

 

„Die Augen sind die Wege des Menschen, die Nase ist sein Verstand.“ sagte schon Hildegard von Bingen.

Die einzigartigen Eigenschaften der flüchtigen Kostbarkeiten, die wir als „ätherische Öle“ bezeichnen, regulieren psychische und physische Vorgänge durch ihre unmittelbare Wirkung auf unser Gehirn. Sie können (auf physischer Ebene) die Haut durchdringen und treten über Bindegewebe und Lymphe in den Blutkreislauf ein, auf diesem Weg letztlich auch zu den entsprechenden Organen. Niere und Lunge scheiden die Wirkstoffe der ätherischen Öle wieder aus.

Unsere Organe, die Haut, das Gehirn und damit auch die Psyche stehen ständig miteinander in Kontakt über das Nervensystem und seine Botenstoffe.
Diese Anlage wird bereits im Embryo angelegt (Haut und Nervensystem entstehen beide aus dem Ektoderm, einem Keimblatt).

Wenn man so will, kann man die Haut ja auch als ein „Spiegelbild der Seele“ bezeichnen. Wir können von der Haut vielfach den Gemütszustand, ja Gefühle ablesen: „Blaß vor Neid“, „Rot vor Wut“, man wird bei Schreckzuständen blaß, bei Stress kann Akne erblühen, der Angstschweiß bricht aus…..

Man kann mit ätherischen Ölen nicht nur über die Nase auf die Psyche einwirken, sondern – eben aus jenen oben genannten Gründen – natürlich auch über die Haut. Haut und Psyche hängen aber auch ganz eng mit unserem Immunsystem zusammen. Eine Abwehr von Krankheitserregern funktioniert immer nur so gut, wie man sich fühlt und wie die Haut uns „beschützt“.

Unser Nervensystem, das Hormonsystem und das Immunsystem arbeiten in unserem Körper also sehr eng zusammen.
Der Geruchssinn greift auf vielen Ebenen in unser Leben ein. Meist ist uns das gar nicht bewußt. Düfte beeinflussen unsere Stimmungen, sowohl positiv als auch negativ, sie regen an und auf, ziehen an und stoßen ab. Und: In unseren zwischenmenschlichen Beziehungen geht ohne Duft gar nichts.

Nur am Rande bemerkt: die höheren Säugetiere, Mäuse, Ratten, Katzen und Hunde, haben ein weit besseres Riechsystem als wir Menschen. Mäuse und Ratten besitzen bis zu 1200 verschiedene Riechrezeptoren, Hunde und Katzen ca. 900. Beim Menschen sind gerade noch 350 in Verwendung – vergleichsweise also recht wenig.

Dabei sollten wir unser „Bauchhirn“ nicht vergessen: man weiß, dass ca. 100 Millionen Nervenzellen den Verdauungstrakt umhüllen. Sie beeinflussen ebenfalls unser Fühlen, Denken und unser Erinnerungsvermögen. Auch diese Nervenzellen haben Verbindung zu unserem Gehirn. In diesen Nervenzellen des Bauches werden ebenfalls Botenstoffe (Neurotransmitter) produziert, die unsere seelische Befindlichkeit beeinflussen. Bis zu 90 % des körpereigenen Serotonins werden z.B. hier im Bauch gebildet.

Wenn wir atmen, riechen wir.

Die beiden Nasenhöhlen sind durch die Nasenscheidewand (Septum) voneinander getrennt. Jede Nasenhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet, die vor allem zum Erwärmen,  Befeuchten und Reinigen der Atemluft dient. In jeder Nasenhöhle liegen drei muschelartige Gebilde übereinander, um möglichst viele Geruchseindrücke aufnehmen zu können. Das oberste muschelartige Gebilde – es liegt ganz unter dem Nasendach – beinhaltet die Riechsinnszellen. Diese Riechschleimhaut ist beim Menschen beidseitig der Nase jeweils so groß wie eine Euromünze.

Auf diesen ca. 20-30 Millionen Zellen sitzen jeweils Büschel mit ca. 6 – 8 Flimmerhärchen, die auf ihrer Oberseite Rezeptoren tragen. In jeden dieser Rezeptoren passen bestimmte Duftmoleküle hinein. Hier liegt das Zentralnervensystem offen (die einzige Stelle im Körper, wo das so ist.).
Von dort geht es weiter über die Rezeptoren durch die Siebbeinplatte zum Riechbeinkolben. Durch chemische und elektrische Reize werden die Duftmoleküle ins Limbische System weitergeleitet.
Unser Limbisches System ist trotzdem in der Lage, auch wenn wir „nur“ 350 verschiedene Riechrezeptoren haben, mehrere Tausend fremde Moleküle voneinander zu differenzieren. Die maximale Empfindlichkeit einer einzelnen Riechzelle ist in der Lage, nur einige wenige Duftstoffmoleküle zu erkennen. Daher haben sich in unserem Riechorgan unglaubliche 30 Millionen (!) davon entwickelt.
Die Wirkung der Düfte kann mit Hilfe des EEG’s (Elektro-Enzephalogramms) aufgrund der Reaktionen des Gehirns dargestellt werden.

Manche Düfte wirken entspannend und fördern die Alpha-Wellen des Gehirns, einige andere wirken anregend und fördern die Beta-Wellen. Je nach der Intensität der jeweiligen Düfte werden die Botenstoffe zur Bildung angeregt, wie wir sehen werden.

Einen großen Einfluß auf die Wahrnehmung der Düfte hat der Kalziumgehalt der Nasenschleimhaut. Ist die Kalziumkonzentration niedrig, werden die ätherischen Öle intensiver gerochen, viel Kalzium blockiert den Riechkanal und die Öle werden kaum wahrgenommen. „Diesem Mechanismus und der Fähigkeit, dass Kalzium diesen Kanal blockieren kann, ist auch dem Phänomen der Adaption zuzuschreiben. Wir nehmen einen Geruch in einem Raum, egal ob angenehm oder übel, nur für kurze Zeit, circa sieben bis zehn Minuten wahr und riechen ihn danach nicht mehr.[1]

So, das wär’s für heute – die Sonne lockt mich nun wirklich ins Freie… und ich freue mich schon auf dieses erste Frühlingslüfterl und den blauen Himmel!


[1] Ingeborg Stadelmann, 2001, S.30