Vom Duft

Der Duft der Dinge ist die Sehnsucht,
die sie in uns nach sich erwecken.
(Christian Morgenstern)

Wir Menschen haben ja immer schon versucht, Düfte für uns – und oftmals nur für uns selbst – einzufangen und zu konservieren. Das ist oftmals misslungen! Vielfach kam anstelle des Duftes, der so begehrt wurde, bei all den Versuchen entweder gar nichts heraus oder es stank oder der eingefangene Duft war so schwach, dass er kaum zu erschnuppern war.

Dufte Düfte

Wenn wir atmen, riechen wir.

Die beiden Nasenhöhlen sind durch die Nasenscheidewand (Septum) voneinander getrennt. Jede Nasenhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet, die vor allem zum Erwärmen,  Befeuchten und Reinigen der Atemluft dient. In jeder Nasenhöhle liegen drei muschelartige Gebilde übereinander, um möglichst viele Geruchseindrücke aufnehmen zu können. Das oberste muschelartige Gebilde – es liegt ganz unter dem Nasendach – beinhaltet die Riechsinnszellen. Diese Riechschleimhaut ist beim Menschen beidseitig der Nase jeweils so groß wie eine Euromünze.  Auf diesen ca. 20-30 Millionen Zellen sitzen jeweils Büschel mit ca. 6 – 8 Flimmerhärchen, die auf ihrer Oberseite Rezeptoren tragen. In jeden dieser Rezeptoren passen bestimmte Duftmoleküle hinein. Hier liegt das Zentralnervensystem offen (die einzige Stelle im Körper, wo das so ist.).  Von dort geht es weiter über die Rezeptoren durch die Siebbeinplatte zum Riechbeinkolben. Durch chemische und elektrische Reize werden die Duftmoleküle ins Limbische System weitergeleitet.