Die Birke – Luft- oder Wasser-Zeichen?

Wenn wir uns die Birke ansehen, mit ihrer weißen, papierartigen Rinde und ihrem zarten Grün, so assoziieren wir sie zumeist mit dem Frühling. Dieser  Zauber des Frühlings liegt auch im zarten und seidigen Glanz der Rinde einer jungen Birke. Diese glänzende, weiße Rinde gibt der Birke auch ihren Namen: er kommt vom indogermanischen Begriff „b’erag“, was so viel wie „glänzend“ heißt.

Die Blätter der Birke sitzen an zarten Stängeln und dadurch geben sie jedem noch so kleinen Lufthauch nach. Der Gesamteindruck ist also schnell ein leichter, luftiger –  eine Luft-Signatur!
Jedoch: die Birke liebt doch auch die Feuchtigkeit, das Wasser. Und das Weiß ihrer Rinde könnte auf den Mond hinweisen, ebenso wie die silbrigen Blätter… (das wurde z.B. von Paracelsus so gesehen).

Was kann denn der Mond wirklich dafür?

VOLLER MOND

Guter Mond, du gehst so stille …

Lass mich spüren deine Kraft.

Ist’s der Vollmond, ist’s dein Wille,

der mich heut so unruhig macht?

Milde lächelst du hernieder,

weckst ein schlafend Tier in mir.

Alle Monde kommt es wieder,

schickt mich suchend vor die Tür.

Lieg im hohen Gras und träume,

versinke tief in mein Gefühl.

Umarme nächtens starke Bäume,

weht der Wind auch noch so kühl.

Bin erfüllt von mächtigem Sehnen

nach Liebe, hier in meinem Herz.

Und meine Arme breiten, dehnen